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Februar 2018 – Sind Daumenlutschen und Schnuller schädlich?

Bei Kleinkindern führen nicht nur erblich bedingte Ursachen zu Zahn- und Kieferfehlstellungen, sondern auch bestimmte Angewohnheiten („Habits“). Da sich das Kindergebiss im Wachstum befindet, können Fehlstellungen besonders leicht entstehen.

Dauerhaftes Nuckeln schädlich

Der Gebrauch eines Schnullers oder Habits wie Daumenlutschen bergen an sich noch keine allzu große Gefahr für die Zahnstellung – solange Kinder sich diese Angewohnheiten rechtzeitig abgewöhnen. Nuckeln sie ab einem Alter von etwa zweieinhalb bis drei Jahren dauerhaft weiter, entsteht vielfach ein offener Biss: Zwischen den oberen und unteren Frontzähnen bleibt beim Zusammenbeißen eine Öffnung bestehen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Trinkfläschchen für kleine Kinder. Der Sauger der Flasche kann eine Fehlstellung verursachen, wenn das Fläschchen ständig zum Nuckeln zur Verfügung steht. Etwa ab einem Alter von sechs Monaten ist die Umstellung auf eine Schnabeltasse empfehlenswert. Darüber hinaus fördert häufiges Nuckeln zuckerhaltiger Getränke die Entstehung von Karies („Nuckelflaschenkaries“ oder „Nursing-Bottle-Syndrom“). Auch zuckerfreie Getränke wie Wasser sollten nicht dauerhaft genuckelt werden.

Fehlstellung durch Mundatmung

Weitere Probleme können durch häufige Mundatmung (anstatt durch die Nase wird durch den Mund geatmet) entstehen. Bei der Mundatmung liegt die Zunge nicht am Gaumen. Dadurch fehlt dem Oberkiefer der wachstumsfördernde Druck der Zunge. Die Folge: Der Oberkiefer entwickelt sich häufig nicht optimal.

Abhilfe können Atem- und Motorikübungen sowie eine kieferorthopädische Behandlung schaffen. Es sollte aber immer untersucht werden, welche Ursache hinter dieser Angewohnheit steht.

 

Zur nächsten Februar-News: Schöne Zähne!